Anne-Sophie Mutter besucht Krebszentrum in Frankfurt

Frankfurt a. Main/Bonn (swy) – Wie kommen aktuelle Krebsforschung und optimale Versorgung den Patienten unmittelbar zugute? Um sich davon ein Bild zu machen, hat Anne-Sophie Mutter, die neue Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, jetzt das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) in Frankfurt am Main besucht. Es ist eins von 14 Onkologischen Spitzenzentren in Deutschland, das die Deutsche Krebshilfe fördert. Der Besuch war Mutters erste offizielle Amtshandlung als neue Präsidentin der gemeinnützigen Stiftung.

 

Mutter tauschte sich dabei mit Medizinern des UCT aus und besuchte anschließend auch die Ambulanz der Klinik. Vor allem die Begegnung mit Krebspatienten hat bei der international bekannten Künstlerin nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Sie erhielt Einblicke in neue, unterstützende Behandlungsformen wie Kunst-, Musik und Sporttherapie, aber auch in psychoonkologische und psychosoziale Angebote. Zudem traf sie auf Patienten, die palliativmedizinisch betreut werden.

„Ich bin sehr erfreut darüber, dass die Palliativmedizin, die mir sehr wichtig ist, bereits in einem frühen Krankheitsstadium zum Einsatz kommt, denn sie bietet viele Möglichkeiten, die Patienten empathisch zu leiten und sich auch um ihr seelisches Wohl zu kümmern“, so Mutter. Auch unterstützende Behandlungsangebote wie die Musiktherapie seien für Krebspatienten sehr wichtig und könnten den Behandlungsverlauf positiv beeinflussen. „Dort, wo die Sprache aufhört, beginnt die Musik.  Sie ist ein Fenster in eine andere Dimension.

Die so genannten Comprehensive Cancer Center (CCC) seien von großer Wichtigkeit. Denn dort alle Spezialisten zum Wohle der Betroffenen und ihrer Angehörigen vorhanden, sodass die Spezialisten die Patienten aufsuchen können und sich diese nicht im Wirrwarr der vielen Kliniken verliere.

Für eine ganzheitliche Krebstherapie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, seien Palliativmedizin und supportive Angebote unerlässlich, so Dr. Kramer, Leiter der Palliativmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt/Marburg. „Wir erleben jeden Tag, wie unsere Patienten und Patientinnen und ihre Angehörigen vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an von diesen Angeboten profitieren. Die Deutsche Krebshilfe hat im Rahmen ihrer Förderungen immer einen besonderen Fokus auf diese Bereiche gelegt, und wir freuen uns, dass Frau Mutter diesen eine große Öffentlichkeit verschafft.“

 

Die Onkologischen Spitzenzentren

 

Derzeit fördert die Deutsche Krebshilfe sogenannte Onkologische Spitzenzentren an den universitären Standorten Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf, Berlin, Dresden, Essen/Münster, Frankfurt am Main/Marburg, Freiburg, Göttingen/Hannover, Hamburg, Heidelberg, Mainz, München, Tübingen/Stuttgart, Ulm und Würzburg. Ziel ist es, die Patientenversorgung auf höchstes Niveau zu bringen sowie die Forschung an den Spitzenzentren zum Wohle der Betroffenen abgestimmt voranzutreiben. Denn je größer das medizinische Wissen wird, desto präziser lässt sich Krebs behandeln. Krebs umfasst mehr als 200 unterschiedliche Erkrankungen. Innerhalb jeder Krebsart gibt es zahlreiche Untergruppen, die unterschiedliche Therapieansätze benötigen. Um diese immer größer werdende Komplexität zu bewältigen, ist es für die Deutsche Krebshilfe unabdingbar, dass sich Krebszentren miteinander vernetzen.

 

QUELLE:  Deutsche Krebshilfe - PRESSEMITTEILUNG - 15.10.2021

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